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Bostroms Simulationsargument erklärt
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Das Simulationsargument klingt wie Science-Fiction, ist aber sauber durchdacht. Der Philosoph Nick Bostrom legte es 2003 vor. Es führt zu drei Möglichkeiten, von denen eine wahr sein muss.
Die drei Möglichkeiten
Erstens: Zivilisationen gehen unter, bevor sie mächtige Computer bauen. Dann gibt es nie viele Simulationen.
Zweitens: Solche Zivilisationen haben kein Interesse, bewusste Wesen zu simulieren. Auch dann bleiben Simulationen selten.
Drittens: Es gibt sehr viele Simulationen. Dann wäre es wahrscheinlich, selbst in einer zu leben. Mehr Kontext bietet der Bereich Simulationstheorie.
Warum mindestens eine stimmen muss
Die drei Aussagen decken alle Fälle ab. Entweder kommt es nie zu vielen Simulationen, oder es gibt sie und wir sind vermutlich Teil davon. Ein logischer Ausweg fehlt.
Genau das macht das Argument so reizvoll. Es zwingt zu einer Entscheidung, ohne eine vorzugeben.
Wo die Grenzen liegen
Das Argument steht und fällt mit seinen Annahmen. Niemand weiß, ob bewusste Wesen überhaupt simulierbar sind. Auch die Rechenleistung dafür ist reine Spekulation.
Deshalb ist das Trilemma kein Beweis, sondern ein Denkwerkzeug. Es verbindet Philosophie mit der Idee von Information als Realität.
Häufige Fragen
Beweist das Argument, dass wir simuliert sind?
Nein. Es zeigt nur, dass mindestens eine von drei Aussagen wahr sein muss. Welche, lässt sich daraus nicht ableiten.
Worauf beruht das Argument?
Es nimmt an, dass fortgeschrittene Zivilisationen sehr viele realistische Simulationen erzeugen könnten. Diese Annahme ist unsicher.
Was genau ist ein Trilemma?
Ein Trilemma stellt drei Aussagen gegenüber, von denen mindestens eine zutreffen muss. Bei Bostrom decken die drei Möglichkeiten gemeinsam alle denkbaren Fälle ab, ohne einen logischen Ausweg zu lassen.
Warum nennt man es ein Argument und keinen Beweis?
Ein häufiger Irrtum ist, das Trilemma liefere ein Ergebnis. Es zeigt nur, welche der drei Aussagen logisch zusammenhängen, sagt aber nicht, welche tatsächlich wahr ist.
Wann hat Bostrom das Argument veröffentlicht?
Nick Bostrom legte sein Simulationsargument 2003 in einem Fachaufsatz vor. Die zugrunde liegende Idee einer Scheinwelt ist jedoch deutlich älter.
Wie wahrscheinlich ist es laut Bostrom, dass wir simuliert sind?
Bostrom nennt keine feste Zahl. Er argumentiert nur, dass die Wahrscheinlichkeit hoch wäre, falls die dritte Möglichkeit zutrifft und es sehr viele Simulationen gibt.
Quellen und weiterführende Informationen
- Are You Living in a Computer Simulation? — Nick Bostrom
- The Simulation Argument — Scientific American
Update-Hinweis (Stand: 03.06.2026)
Erstveröffentlichung des Spokes zu Bostroms Argument.
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